Die Spezialambulanz für Psychoonkologie wurde 1995 in der Poliklinik des Instituts für Medizinische Psychologie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Martin Härter) als "Psychotherapeutische Ambulanz für Krebspatienten und ihre Angehörigen" etabliert. Am 01. April 2011 wurde sie nach umfangreichem Umbau im Erdgeschoss der sorgfältig renovierten alten Krankenpflegeschule des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf neu eröffnet.
Etwa 15 Kolleginnen und Kollegen sind in der Ambulanz tätig, vor allem Diplom-Psychologinnen und Ärztinnen, überwiegend mit Approbation als Psychotherapeuten und Weiterbildung in psychosozialer Onkologie. Nach telefonischer Anmeldung im Ambulanzsekretariat (Tel.: 040 - 741056803) erhalten die Ratsuchenden einen Fragebogen über ihre Belastungen und Anliegen, nach dessen Rücksendung sie einen Termin für ein Erstgespräch bekommen. Nach Auswertung von Fragebogen und Erstgespräch erfolgt bei Bedarf die Zuweisung zu einem der Therapeuten der Ambulanz, der die weitere Beratung und Psychotherapie plant und durchführt. Die Ambulanz kooperiert UKE-intern regelhaft mit Kollegen der psychiatrischen Klinik, des Universitären Krebszentrums sowie der Beratungsstelle für Kinder krebskranker Eltern.
In der Spezialambulanz werden vor allem Einzelgespräche mit Krebspatienten und ihren Angehörigen durchgeführt, aber auch Paar- und Familiengespräche, Entspannungstrainings, edukative und psychotherapeutische Gruppen sowie kreative Behandlungsverfahren, wie Musik- und Kunsttherapie. Pro Jahr suchen etwa 1000 Betroffene die Ambulanz auf; die Leistungen werden nach Facharztüberweisung im Rahmen einer Psychiatrischen Institutsambulanz erbracht; zusätzliche Kosten entstehen in der Regel nicht.
Die Ambulanz beteiligt sich an verschiedenen medizin-psychologischen Forschungsprojekten des Instituts, sie stellt sich fortlaufend strengen Qualitätsmaßstäben (Zertifizierung nach DIN ISO) und ist in der Ausbildung von Medizinstudierenden und der Qualifizierung von psychotherapeutischem Nachwuchs engagiert. Insgesamt setzen sich Instituts- und Ambulanzleitung und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dafür ein, dass Krebspatienten und deren Angehörige eine an die Erkrankungssituation angepasste und auf die individuellen Bedürfnisse und Ressourcen zugeschnittene psychoonkologische Unterstützung erhalten.


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